Winter 2025 Teil 11 - Saudi-Arabien

Winter 2025 Teil 11 - Saudi-Arabien
Der Felsen Al Mahajjah mitten in der Tayma Wüste nördlich von Al Ula.

Wir erreichen Saudi-Arabien, ein absolutistisch regiertes Königreich mit einer Bevölkerung von 35 Mio. Wir legen zum ersten Ziel Riyadh rund 1'000 km durch die Rub Al Chali Wüste auf grösstenteils guten Autobahnen mit einer Übernachtung zurück.

Nach soviel unterschiedlichem Sand (es gibt gelben, weissen, beigen, roten und zudem Steine und Dünen in allen Formen 😄), werden wir von der Millionenstadt (7 Mio.) Riyadh doch etwas gefordert.

Doch es gibt auch ein touristisches Riyadh: Diriyah eine Art Freilichtmuseum mit renovierten Lehmgebäuden, aber auch eine wunderschöne Aussicht von der Al Faisaliah Aussichtsplattform mit grosser verspiegelter Kugel an der Spitze und am Ende besichtigen wir noch das Nationalmuseum.

Unser nächstes Ziel nach der Millionenstadt ist ein besonders spektakulärer Aussichtspunkt an der Abbruchkante eines Hochplateaus. Wir übernachten dort bei deutlich kühleren Abendtemperaturen von 8 Grad bei steifem Wind.

In Ushaiqer besichtigen wir ein Heritage Village mit einem ehemaligen Haus eines Imams. Sehr schöne Räume, schöne Ausstellungsstücke und ausgesprochen freundliche Männer, die uns herumführten und viel erklärten - und natürlich gab es Tee und Datteln.

Schon folgt eine nächste längere Etappe in den Süden von Saudi-Arabien. Wir finden ein Plätzchen nach längerer Fahrt bei einem unscheinbaren Heritage Village - Layla. Dieses ist weniger aufwendig renoviert, dafür authentisch. Wir entdecken eine alte Moschee und Lehmhäuser und können das verlassene Dorf umrunden, das langsam in Wanderdünen verschwindet.

Der nächste Übernachtungsplatz auf der Fahretappe: Wie aus dem Bilderbuch Mitten im Nichts umgeben von Bergen, das Wadi Ad-Dawasir.

Uber-Ausflug in die „Altstadt“ von Abha: Alle Ziele laut Reiseführern sind verlottert oder für Renovation über Monate hinter Bauabschrankungen verrammelt. Nichtsdestotrotz sind wir rumgestreift und fanden dann sogar Strassenzüge mit Ladengeschäften. Zudem einige Exponate entlang der "Art-Street" und zuletzt ein authentisches Restaurant mit hervorragendem Kamelfleischgericht.

Eine anstrengende und längere Bustour zuerst zu einer unspektakulären Ausgrabungsstädte Ahad Rufaidah in Jerasha. Dann zum Bergdorf Al Halami in der Flanke eines Hochplateaus, nur erreichbar mit einer Seilbahn von der Klippe auf 2'400 müM. Weiter dann nach Al Qarn, einer Siedlung mit typischen Häusern mit Schieferplatten an den Fassaden.

Noch auf der Bustour dann Besuch eines Museums zu einer Form der Wandmalerei, die sogar als solche Eingang in die UNESCO Listen fand.

Die Stadt Abha liegt auf 2'270 müM sehr hoch. Das nächste Ziel liegt auf 1'100 müM und dazwischen liegt noch Jabal Soudah auf 2'700 müM. Wir befahren eine extrem steile Asphalt-Strasse, die über die ersten 8 km 1'000 Höhenmeter vernichtet. Calles Bremsen mussten hart arbeiten 😅!

Im Tal dann Besuch im pittoresken Bergdorf Rijal Almaa mit schönen, zurückhaltend renovierten Steinhäusern.

Weiter durch Täler und eine Übernachtung bei schönen Steinformationen bei Al Qunfidhah.

Weiter zu einem weiteren Bergdorf, Thee Ain: Einen ganzen Felsenrücken mit einem Dorf aus Steinhäusern. Sehr schön anzusehen. Wir sind in diesem Dorf bis ganz oben gewandert. Wirklich sehenswert, wobei nicht ganz klar ist, was Rekonstruktion und was noch unveränderte historische Substanz ist.

Übernachtung auf einem terrassierten Parkplatz mit Bäumen. Auf der Weiterfahrt Besichtigung weiterer Steinhäuser in Al Bahla.

At Ta'if ist eine für uns überraschend lebendige Stadt und gegen Abend war in der Altstadt sehr viel los. Viel mehr Menschen auf den Gassen, als an anderen Orten.

Weiterfahrt nach Jeddah, der zweitgrössten Stadt Saudi-Arabiens mit knapp 4 Mio Einwohnern, wobei die Fahrt an das Rote Meer tierisch interessant war.

In Jeddah angekommen haben wir als erstes den Altstadtbezirk Al-Balad besichtigt.

Am nächsten Tag gibt es einen sehr schnellen Ausflug nach Medina, der zweiten Pilgerstadt der Muslime neben Mekka. Letztere darf durch Nicht-Muslime nicht betreten werden. Die Strecke zwischen Jeddah am Roten Meer nach Medina von 400 km haben wir mit 300 km/h mit dem Haramain High Speed Train zurückgelegt - wie fliegen am Boden!

In Medina begegnen wir einer grossen Anzahl von Pilgern aus allen Weltgegenden mit unterschiedlichen Kleidern und Hautfarben, sehr spannend.

Wir waren wieder sehr (!) schnell zurück in Jeddah und haben den Yachthafen und den Fischmarkt besichtigt.

Unser Übernachtungsplatz lag in der Nähe der King Fahd’s Fountain, des welthöchsten "Springbrunnens".

Blick vom Übernachtungsplatz am Roten Meer in Jeddah zur welthöchsten Fontäne, der King Fahd’s Fountain.

Nun geht es entlang des Roten Meeres nach Rabigh, wo wir an einem öffentlichen Strand mit Spielplatz übernachten. Am Folgetag dann weiter nach Yanbu wo wir am nächsten Morgen zu einem Schnorchelausflug zu einem Riff gefahren werden.

Nun verlassen wir die Küste des Roten Meer und machen uns auf Richtung Al Ula. Wir übernachten einmal mehr in der Wüste abseits der Strasse.

In Al Ula besichtigen wir als erstes die touristisch renovierte "Altstadt" - eine schön gemachte Ansammlung von Lehmhäusern entlang einer Flaniermeile.

Gleich darauf besichtigen wir eines der meistfotografierten "Steine" in Al Ula, den Elephant Rock.

Ein Monument in Stein, der Elephant Rock von Al Ula.

Weitere Steinformationen sind um Al Ula zu finden.

Und Abends fahren wir auf den Aussichtsberg über Al Ula: Harrat Viewpoint.

Nach einer Übernachtung auf dem Harrat und dank dem Roadbook der Pistenkuh konnten wir schöne Felsformationen östlich von Al Ula er-fahren (Off-road Track SU4 und SH1). Eine Übernachtungspause haben wir benutzt, um auf einen Steinhaufen noch Steine nachzulegen und dem Ganzen einen gefundenen Teekrug aufzusetzen. Wir taufen diese Landmarke auf den Namen Jabal Chai (Teeberg).

Weiter entlang dem Track SH1 durch die Tayma Wüste über Steinplatten, Vulkansteine und einiges an Tiefsand. Einfach nur schön und weit und breit keine Zivilisation. Bis wir beim spektaklären Felsen Al Mahajjah auf freundliche Einheimische treffen (die dort mit ihren SUV campieren).

Spektaklärer Felsen Al Mahajjah, erreichbar über Tiefsand und Sandpisten.

Am nächsten Morgen war der Felsen noch in anderem Licht zu bestaunen.

Weiter Off-road durch die Wüste.

Und nicht immer war der Track einfach zu befahren.

Die Wüste Tayma hatte noch viel mehr an unglaublichen Steinstrukturen zu bieten.

Hinter der Double Bridge konnten wir übernachten und am nächsten Tag haben wir eine kleine Moschee besucht.

Noch einmal ab in die Wüste, zum Rainbow Arc.

Nach so viel Naturspektakel besichtigen wir ein menschengemachtes: Maraya, das grösste komplett mit Spiegelfassade versehene Haus, ein Konzert- und Veranstaltungsgebäude.

Und ebnefalls in Al Ula in einem anderen Tal war eine Skulpturenausstellung zu bewundern. Verschiedene Künstler haben Felsenschnitte mit aktuellen Installationen bespielt.

Ein weiteres High-Light ist Hegra - eine Grabstätte aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Diese stammt aus dem Nabatäischen Königreich und bildete nach Petra in Jordanien, die südlichste Stadt dieses Volkes. Hegra beherbergt mehr als 110 gut erhaltene nabatäische Gräber, die in Sandsteinvorsprünge aus dem Vollen gehauen sind.

Weiter nordwärts stechen wir von der Asphaltstrasse in ein Wüstengebiet mit bizarren Felsnadeln. Am Ende gehts noch zu einem Bahnhof, der an der Zugverbindung Medina-Damaskus lag. Diese Strecke wurde 1908 eröffnet, um wenige Jahre danach im 1. Weltkrieg zerstört zu werden.

Nochmals eine Pistenkuh Strecke (SU1) mit grandiosen Landschaften und einem wunderschönen Nachtplatz: Off-Road mit Weichsand und Lavagestein.

Wir fahren von Norden, auf über 1'400 müM in das wunderschöne Wadi Disah ein. Bis zum Nachtplatz ist es ein sehr breites Tal.

Am Folgetag ändert dies zu einem engen, mit einem kleinen Wasserlauf durchflossenen Canyon. Palmen und dichtstehendes Schilf wechseln mit Weichsand ab.

Und dann nochmals eine Tour (ST4) zum Grand Canyon von Arabien und dann hauptsächlich durch Weichsand zwischen Felsenstrukturen hindurch.

Grand Canyon von Arabien. Ein Tiefer Einschnitt am Rande der Hisma Wüste bei Tabuk.

Wir durchqueren noch Wüste auf der Autobahnstrecke nordwärts. Bis wir dann Haql an der Grenze von Saudi-Arabien zu Jordanien am Roten Meer erreichen. Somit bricht die letzte Übernachtung in Saudi-Aarabien an. Am Horizont: Ägypten.

Damit haben wir Saudi-Arabien durchquert und weiter geht es in Jordanien - im Teil 12 ...